Think Act: Scenario Planning

erschienen in: Think Act


Die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit scheint überwunden, doch eines haben die vergangenen Monate uns bereits gelehrt: Wir können Prognosen nicht mehr vertrauen. Der IWF zum Beispiel, heute wieder an der Spitze der Optimisten, hatte noch im Oktober 2008 3 Prozent Wachstum für das Jahr 2009 prognostiziert. Im Januar – nur drei Monate später – hatte er sich auf -0,5 Prozent korrigiert, um dann im April – wieder nur drei Monate später – bei -1,3 Prozent zu landen. Mit seinen Abweichungen von mehr als 4 Prozentpunkten gehören die Vorhersagen des IWF sogar noch zu den weniger volatilen.

Doch das Beispiel zeigt, dass komplexe Konjunkturmodelle als Basis für die strategische Unternehmensplanung zunehmend weniger geeignet sind. Wir müssen akzeptieren, dass wir Zahlen und Prognosen nicht mehr vertrauen können und dass es keine verlässlichen Trends mehr gibt, die uns eine klare Richtung vorgeben und die eigene Entscheidung abnehmen können. Wir brauchen neue Instrumente und Methoden, um die strategische Unternehmensführung zu unterstützen. Zum Beispiel einen neuen Zugang zur Szenariotechnik. Die Krise hat dabei nur ein Problem deutlicher gemacht, mit dem die Chefstrategen der Unternehmen und ihre Berater sich seit einer ganzen Weile beschäftigen.

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