Phänomenologische Betrachtung des Weissen Hais

Kaum eine der zahlreichen TV-Dokumentation über den Weißen Hai (Carcharodon carcharias) kommt ohne den langweiligen Hinweis aus, dass sich der Hai eher vor dem Menschen fürchten müsse, der ihn rücksichtslos jage und einige Arten an den Rand des Aussterbens gebracht habe. Wie wahrhaftiger ist da doch die hasserfüllte Zufriedenheit in den Gesichtern der Fischer in Gualtiero Jacopettis Mondo-Film „Mondo Cane“ (1962), die einem Hai giftige Seeigel in den Rachen stopfen, um so den Tod eines 12jährigen Jungen zu rächen, den der Hai zuvor getötet hatte. Seit Peter Benchley eine Welle von Haiangriffen in New Jersey 1916 in „Der Weiße Hai“ („Jaws“) 1974 verarbeitete und sein Buch im Jahr darauf von Stephen Spielberg verfilmt wurde, ist Carcharodon carcharias in der Kategorie der real existierenden Monster auf die Rolle des Serienmörders abonniert. Begründet wurde 1975 auch die Phänomenologie des aus dem Wasser emporschnellenden Haikopfes mit aufgerissenen Maul.

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Betrug dessen Winkelmaß in „Der weiße Hai“ (1975) noch rund 10 Prozent, waren es in „Der weiße Hai 2“ (1978) bereits 20 Prozent und mehr.

 

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Das Markenzeichen wurde auch in „Der Weiße Hai 3“ (1983), „Der Weiße Hai 4“ (1984) und zuletzt in „Shark Night 3D“ (2011) beibehalten.

 

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Während der Weiße Hai im Horror- und Katastrophenfilm des 20. Jahrhunderts zwar monströse, aber noch zum Teil natürliche Verhaltensweise zeigen durfte, ist das Topos spätestens seit „Sharknado“ (2012) im Irrealen angesiedelt: Ein Wirbelsturm reißt vor der kalifornischen Küste einen Haischwarm in die Luft, der dann mordlustig über der Küste abregnet.

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Fälschlicherweise hat die Kritik den Film als „ganz großen Quatsch“ bezeichnet. Dieses Level wird in Wahrheit erst durch ein weiteres Meisterwerk, nämlich Scott Wheelers „Snow Sharks“ (2013) erreicht. In der Tradition von Mark Atkins direct-to-video Creature-Feature-Krachers „Sand Sharks” (2011), in dem Haie durch Sand schwimmen und Gäste eines Urlaubsparadieses drangsalieren, bewegt sich „Snow Sharks“: der höheren Schauwerte wegen befreit pünktlich zum alljährlichen “Bikini Ski Day”  eine Lawine im „Twin Pines Ski Resort“ riesige Mörderhaie aus ihrem eisigen Grab! Mit wissenschaftliche Erklärungen des Vorgangs hält sich der Film wohltuend zurück. Das würde auch nicht zum Cast passen, in den sich neben Eric Scott Woods (dem Versager aus „Jonah Hex”) auch US-Pornostar Emily Addison einreiht, was mich an dieser Stelle aus SEO-Gründen freut.

 

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Hier exklusiv die anspruchsvollsten Passagen aus der am 30. Mai bei Splendid erscheinenden DVD “Snow Sharks” in der Einzelkritik:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit rechnet dieser Bergwanderer nicht: Plötzlich taucht aus dem Eis ein Hai auf!

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Narr! Das Bein kannst du vergessen!

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Kraft und Schnelligkeit der Tiere sind beeindruckend

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Der Sheriff und seine Männer stellen sich den Monster-Haien entgegen

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