Patent-Trolle greifen an!

DSCF2472Kürzlich berichtete „Business Insider“ über die „acht schlimmsten Patent-Trolle“. Damit sind Unternehmen gemeint, die im Prinzip nichts oder fast nichts selbst mehr herstellen, aber im Besitz von wertvollen Patenten sind (non-practising entities, NPE). Laut „Business Insider“ haben die NPEs meist einen schlechten Ruf, werden von Technologie-Unternehmen aber gefürchtet. Wenig erstaunlich, denn die Patent-Trolle gehen gern vor Gericht, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Oft kommt es bereits im Vorfeld zu einer finanziellen Einigung. Oder der Patenthalter wird einfach übernommen. Der berühmteste Patent-Troll, langjährige Investoren wissen, wovon ich rede, ist Rambus. Die Aktie des Unternehmens erlebt immer mal wieder Höhenflüge, war zuletzt 2006 ungefähr das dreifache wert. Unter den Patent-Trollen listet „Business Insider“ neben Rambus noch Acacia Technologies, Tessera Technologies, Wisconsin Alumni Research Foundation,Interdigital, Rockstar Consortium, Round Round Rock Research und Intellectual Ventures auf. Eine Untersuchung der Bewertung der börsennotierten Trolle ergibt Kennzahlen, wegen der sehr hohen Eigenkapitalrenditen und Ebit-Margen vor allem Value Investoren interessieren dürften. Hierbei drängt sich eine Schnittmenge zum Magic Formula-Investment-Ansatz geradezu auf, und mit Tessera Technologies ist in Joel Greenblatts Stock Screener tatsächlich auch einer der Patent-Trolle enthalten. Um etwas Wasser in den Wein zu gießen: der CEO lässt sich fürstlich bezahlen.