Disruptive Medien

Der Medienkrise zum Trotz scheuen Verlage vor disruptiven Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle bislang zurück. Die Bereitschaft, Konventionen zu brechen, ist kaum vorhanden. Für Jean-Marie Dru, CEO der Werbeagentur TBWA, ist die Entstehung von Kreativität ohne Konventionsbrüche dagegen undenkbar. Er belegt seinen Ansatz mit der Erkenntnis, dass einige der erfolgreichsten Unternehmen der Erde kreative Zerstörer sind. Apple erschütterte mit dem Mac die Konvention, dass sich Computer über Bits und Bytes anstatt über Design verkaufen. Das Unternehmen aus Cupertino erzeugt durch seine Produktserien Disruptionen in Folge: iPod, iTunes, iPhone, iPad. Disruptionen treten bei Technologiekonzernen gehäuft auf, doch sie beschränken sich nicht auf diese. Hier Beispiele für disruptive Geschäftsmodelle. Zu weiteren gebe ich gern Auskunft.

  • Nicht die Airline bestimmt den Ticketpreis, sondern der Kunde (Priceline.com)
  • Chinesen mögen chinesisches Essen im japanischen Look (Ajisen Corporation)
  • Mobile statt stationäre Hämodialyse (NxStage Medical)
  • Der Kiosk, in dem das Magazin vom Verkauf ausliegt, wird zu diesem (Monocle)
  • Hilfe bei Projektrealisierung statt Verkauf von Heimwerkerartikeln (Hornbach)