Frankfurtergold

fg gwLetzte Woche wandelte ich in Frankfurt am Main auf den Spuren von Johannes Stein, der ja bekanntermaßen zu jenen Leuten zählte, die schon in jungen Jahren entdeckten, dass Geldverdienen umso angenehmer ist, je weniger man dabei ins Schwitzen gerät. Seinen Bekannten hatte dieser Johannes Stein mit Spekulationen an der Frankfurter Wertpapierbörse mehrfach zu Gewinnen verholfen. Sein Erfolg gründete auf glanzvollen Sicherheiten: Goldbarren einer Schweizer Bank, hinterlegt in einem Frankfurter Tresor, notariell beglaubigt. Erst später sollte man erfahren, dass Steins “Frankfurter Gold” aus Blei und Kupfersulfat, aber nur zu einem winzigen Teil aus Gold besteht.

Der im “Tatort” von 1971 zu sehende Handelssaal ist der echte, wie mir der Frankfurter Wertpapierhändler Walter Ludwig bestätigte. Damals war dort, wie im Film zu sehen, noch richtig viel los. Heute ist der moderne Börsensaal vorrangig eine Kulisse für  Nachrichtensendungen.