Neues Fast-Food

IMG_3494In den letzten Wochen war viel die Rede von der kleinen New Yorker Burgerkette Shake Shack. Bei der Börsenpremiere Ende Januar schnellte der Aktienkurs nach der Erstnotiz um 123 Prozent bis auf 47 Dollar hoch. Eine Börsenstory, die Anlegerträume weckt. Wie wäre es im Jahr 1965 gewesen, als die McDonald’s Corporation an die Börse ging und man investiert hätte? Mit den gewaltigen Kurssteigerungen und den Dividenden hielte man heute ein Vermögen in den Händen.

Warum soll sich das mit Shake Shack nicht wiederholen? Die Kunden heute mögen die fettigen Burger bei McDonald’snicht mehr, gehen zur alternativen Burger-Bratereien, mit Neulandfleisch und frischer Salatbeilage. Zuletzt schwache Zahlen bei McDonald’s scheinen die Argumente der Anhänger des Burger-Paradigmenwechsels zu unterstreichen. McDonald’s feuerte sogar Konzernchef Don Thompson.
Bei all der Euphorie wird vergessen, dass die McDonald’s Corporation 1965 ein echter Disruptor war. Shake Shak ist heute allenfalls ein innovativer Player in einem Markt, in dem sich viele tummeln. Veggi-Burger hier, Biorind da.

Value-Investoren verbrennen sich daran nicht die Finger. Fundamental gesehen steckt Colonel Sanders sie alle in die Tasche. Ein Check nach Kriterien wie u.a Ebit-Marge, Eigenkapitalrendite und Kurs-Gewinn, sowie Kurs-Buchwert-Verhältnis zeigt folgendes: Die Unternehmensgruppe Yum! Brands, der unter anderem die Restaurantketten Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und Taco Bell gehören, ist bei weitem attraktiver bewertet als die hippen Neulinge. Wie würde Hühnerbaron Colonel Sanders sagen: Früher war alles besser.

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